Körpermalerei – Wonneweiber schlüpfen in Farbhäute!

Vom 11.-13. August 2017 kamen vier Zauberweiber hier bei mir in der “Wilden 13” zusammen, um in kreative und einzigartige Farbhäute zu schlüpfen.
Zu Beginn trafen wir uns unterm Dach im “Roten Zelt” zu einer Council-Runde, in der wir uns näher kennen lernten und miteinander teilten, was jede Frau an Herzensthemen mitbrachte.

Um uns und unsere Haut einzustimmen, verbrachten wir den ersten Abend zusammen in der kleinen roten Blockhaussauna mit Holzofen, schwitzten den Alltag der Woche aus, kühlten uns im See ab und schliefen hinein in den Tag, der uns eine neue Hülle schenkte.
Unser Morgen begann sehr gemütlich mit Kaffee im Bett, Schmusestupser von Katze Rosa, die unsere Frauenrunden schnurrend begleitete und nach ausgiebigem Recken und Strecken frühstückten wir gemeinsam am knisternden Ofen, der unseren Raum wohlig erwärmte, denn leider stiegen die Temperaturen draußen wie so typisch für ein Norddeutsches Sommerwochenende nur auf 17 Grad.
Nach einer erneuten Council-Runde im “Roten Zelt” war es soweit: Unsere Hüllen fielen und bei angenehmen 24 Grad und eingehüllt in zauberhafte Musik begegneten wir den Farben.

In welche Haut möchte ich schlüpfen?
Welche Farbe zieht mich an?
Erdige Brauntöne, fließendes Blau, naturverbundenes Grün oder ein feuriges Orange-Rot?

Jede Frau wählte eine flüssige Grundierung, die mit den Händen auf der Haut verteilt wurde. Spannend, wie ich mich nach und nach verwandelte, wo ich auch Bereiche an mir “vergessen” hatte und wann ich die Hilfe einer anderen Frau brauchte, um mich ganz einzuhüllen.
Nach der Grundierung tauchten wir die Pinsel in bunte Farbtöpfchen, zogen Ranken von den Fußsohlen nach oben, malten Spiralen auf unsere Haut, tupften kreuz und quer, schenkten unseren Knospen Silberpünktchen – manche leuchteten knallrot, goldene Inseln verzierten die Hüften, auch unsere Haare farbig und wild-zerzaust. Mal malte jede sich selbst an, mal vertrauten wir der guten Intuition der anderen und ließen uns bemalen.

So viele Aspekte der Weiblichkeit wurden in diesen kreativen Stunden auf unserer Haut sichtbar und auch unter uns Frauen wuchs die Verbundenheit – zauberhaft!

In der neuen Haut draußen zu sein, war ein wunderbares Erlebnis! Umher zu streifen in der Natur, über Stämme zu kriechen, die Erde unter allen Vieren zu spüren – wie ein Tier abzutauchen in die wilde Seite von uns – auch das ist Weiberzauber!

Wir ließen später den Abend am Feuer ausklingen, aßen und tranken zusammen die mitgebrachten Leckereien, erzählten, lachten, genossen unsere Vertrautheit und fühlten uns alles andere als “nackt”. Jede von uns verbrachte die Nacht in ihrer Farbhaut. Dafür schliefen wir in einem zusätzlichen Bettbezug.

Als ich am Morgen erwachte, war ich eingedreht in den Stoff und als ich mich aus meinem Bezug räkelte, kam ich mir vor wie ein Schmetterling, der aus seinem zu eng gewordenen Kokon schlüpfte.

Der Morgen begann mit einem frühen Council am knisternden Ofen. Unsere Farbhäute hatten sich über Nacht verändert, waren etwas verwischter und wirkten weicher. Jede erzählte noch einmal von dem, was sie bewegt hat, wir lauschten unseren Erfahrungen und spürten nach, was wir mit dem Abwaschen der Farbe loslassen und herunter spülen wollten.
Dann ging es – begleitet von passender Musik – in die große Dusche!
Liebevoll und achtsam wurde jede Frau von den anderen gewaschen und das warme Wasser spülte an diesem Morgen nicht nur Farbe herunter!

Ich bin glücklich darüber diese tollen Farbentage mit solch besonderen Frauen hier bei mir erlebt und geteilt zu haben!
Das Wochenende hallt nach, im Haus finde ich noch hier und da kleine Farbtupfer – die Frauen haben Spuren hinterlassen und für jede bin ich dankbar, denn sie erinnern mich an all die weiberzauberschönen Augenblicke, die wir miteinander geteilt haben! Gerne wieder!